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Stefan Abu Salah
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Beitraege:
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Angemeldet seit: 25.03.2007
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Nonsens Discussio
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10.04.2007 14:04
18.04.2007 16:04
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Nonsens von engl. Nonsense ist eine literarische Gattung, die im Gegensatz zu „Unsinn“ die regelhaft betriebene Sinnverweigerung bezeichnet. Obwohl Nonsensliteratur jahrhundertealt ist, geht der Terminus auf Edward Lears „Book of Nonsense“ 1846 zurück. Er wird oft verkürzend da pejorativ mit „Unfug“, „Schwachsinn“ oder „Sinnlosigkeit“ überzt, obwohl systematischer „Nicht-Sinn“ eine neue Wirklichkeit installiert oder simuliert, die nach eigenen Gezen funktioniert und in sich stimmig ist. Nonsensliteratur weicht dabei von den Grundsätzen gewohnter, empirischer Wahrscheinlichkeit ab. Sie bedient sich paradoxer Aussagen, leerer Vergleiche, unbekannter Metaphern und sonstiger alogischer Stilmittel, wozu auch fiktive Substantive Morgensterns „Fingur“ gehören. Der Nonsenstext konfrontiert damit die Sinnerwartung des Lesers mit Sachverhalten, die nur innerhalb des Textes selbst stimmen. Als klassischer Nonsensautor gilt neben Edward Lear Lewis Carroll. Nonsens findet sich im frühen 20. Jahrhundert im Werk von Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz, in den 1950ern bei Heinz Erhardt, seit den 1960er Jahren in den Arbeiten der Neuen Frankfurter Schule. Im 21. Jahrhundert wird Nonsens in Rubriken des Satiremagazins Titanic gepflegt.
Im Alt-Wiener Volkstheater gab es Nonsens-Couplets, die auch Galimathias franz. Ungereimtes, Unsinn genannt wurden.
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Beispiel:
Robert Gernhardt Ein Gleichnis
Wie wenn da einer, und er hielte ein frühgereiftes Kind, das schielte, hoch in den Himmel und er bäte: Du hörst jetzt auf den Namen Käthe! — Wär dieser nicht dem Elch vergleichbar, der tief im Sumpf und unerreichbar nach Wurzeln, Halmen, Stauden sucht und dabei stumm den Tag verflucht, an dem er dieser Erde Licht … Nein? Nicht vergleichbar? Na, dann nicht!
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